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Imatra (Finnland)
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Imatra (Finnland)

Imatra ist die am nördlichsten gelegene Partnerstadt Salzgitters.
Imatra Foto: Stadt Imatra Großbildansicht

Der Name der Stadt, die heute rund 29 000 Einwohner zählt, wurde erstmals im Jahre 1541 urkundlich erwähnt. Die an der finnisch-russischen Grenze liegende Stadt wurde 1948 aus drei Industriestandorten gegründet und erhielt 1971 Stadtrecht. Die sich an den See Saimaa schmiegende Stadt ist von dem Fluss Vuoksi und der Grenze geprägt.

Aus drei verstreuten Siedlungsgebieten wuchs über Jahrzehnte eine weitläufige Stadt, die ein Areal von 191,6  km², davon 36,3 km² Wasser, bedeckt. Imatra ist Standort zweier bedeutender Fabriken der holzverarbeitenden Industrie. Kaukopää und Tainionkoski, beide gehören dem Konzern Stora Enso an. Im Stadtzentrum befindet sich das Wasserkraftwerk Imatrankoski. Das Wasserkraftwerk galt bei seiner Fertigstellung und Inbetriebnahme 1929 als Europas größtes Wasserkraftwerk und ist noch heute Finnlands größtes Wasserkraftwerk. Während der Sommermonate ist es mit seinen sieben Turbinen zur Stromerzeugung für Touristen geöffnet.

Imatra liegt im Südosten Finnlands, in Südkarelien und gehört somit zur Provinz Südfinnland. Durch die Trennung Kareliens beim Friedensschluss nach dem zweiten Weltkrieg, verläuft die Staatsgrenze zu Russland nur wenige Kilometer östlich von Imatra. Die heute zu Russland gehörende Stadt Svetogorsk, befindet sich nur sieben Kilometer von Imatras Stadtzentrum entfernt.

Nach St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, sind es 210 km und nach Helsinki 230 km. Im Westen grenzt Imatra an den See Saimaa, wodurch der Bootsverkehr über den Saimaa-Kanal bis hin zum Finnischen Meerbusen möglicht ist.

Die Stadt wird von dem Fluss Vuoksi durchflossen. Dieser bietet das ganze Jahr hindurch hervorragende Bedingungen für den Fischfang. Selbst im Winter kann man neben dem Eisangeln auch auf dem offenen Wasser angeln, da der Vuoksi, wegen seiner starken Strömung, nie ganz zufriert.

Entlang des Vuoksi führen einige von Finnlands schönsten Rad- und Wanderwegen. An seinen Ufern ist die Beobachtung von vielen verschiedenen Vogelarten möglich. Der Fluss wird von Finnlands größtem See, dem Saimaa gespeist und mündet in Europas größten See, den Ladogasee in Russland.

Finnlands bekannteste und älteste Natursehenswürdigkeit, die Stromschnellen haben Imatra zu einem berühmten Ort gemacht und befinden sich im Zentrum der Stadt. Dieses Naturspektakel hat schon vor Jahrhunderten Touristen angelockt. So unternahm die Zarin Katharina II. samt Gefolge 1772 eine Reise nach Imatra und 1876 besuchte Brasiliens Kaiser Pedro II. die Stadt und die Stromschnellen.

Vor dem ersten Weltkrieg waren die Wasserfälle Finnlands beliebtestes Ausflugsziel. Zu dieser Zeit entstand auch das Staatsschloss an den Ufern des Vuoksi.
Während des Sommers kann man das Naturspektakel täglich von einer Bogenbrücke oder aus dem 1842 von Nikolai I. errichteten Naturschutzgebiet, dem Kronenpark bestaunen.

Zwar gibt es zwischen Salzgitter und Imatra aus kulturellen Gründen keine beurkundete Partnerschaft ("unter Freunden gilt der Handschlag"), dennoch sind die Beziehungen seit 1970 auf allen Ebenen eng geknüpft.

Zwischen dem Gymnasium am Fredenberg in Lebenstedt sowie dem Gymnasium Salzgitter-Bad und dem Gymnasium in Imatra besteht eine Schulpartnerschaft. Beide Salzgitteraner Schulen pflegen mit der finnischen Partnerschulen einen regen Kontakt mit regelmäßigem Schüleraustausch.

Der Imatraweg in Salzgitter-Lebenstedt zeugt von den guten partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten.



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