Bürgerentscheid pro weiches Wasser
Nach Auswertung der abgegebenen Stimmzettel durch einen externen Dienstleister erhielten die Veranwortlichen der WEVG das mit Spannung erwartete Ergebnis der Haushaltsbefragung zur bevorzugten Trinkwassersorte. Eine deutliche Mehrheit entschied sich für weiches Wasser.
Zur Wahl für die Wasserlieferung ab dem Jahr 2016 für Salzgitter standen Grundwasser, das dem Härtebereich "hart" entspricht, Talsperrenwasser, das dem Härtebereich "weich" entspricht und Mischwasser aus 40 % Grundwasser und 60 % Talsperrenwasser, das dem Härtebereich "mittel" entspricht.
"Wir haben mit einer Beteiligung von 26 Prozent eine sehr gute und aussagekräftige Rücklaufquote erzielt", betonte Torsten Zink, technischer Geschäftsführer der WEVG in einer Informationsveranstaltung für den Rat der Stadt. Mit 55,31 Prozent für weiches Wasser in der Variante 2 fiel das Ergebnis eindeutig aus. Auf hartes Wasser (Variante 1) entfielen 18,72 Prozent, auf Mischwasser (Variante 3) Wasser 25,98 Prozent der Stimmen.
Bei der Variante 3 konnten die Salzgitteraner zusätzlich die Alternative weiches oder hartes Wasser ankreuzen, falls die Mischwasser-Variante keine Mehrheit findet. Verteilt man die hier abgegebenen Alternativstimmen, zeigt sich ein noch deutlicheres Ergebnis von 74 Prozent für weiches Wasser und 26 Prozent für hartes Wasser.
Mit dem Ergebnis dieser Haushaltsumfrage ist das in Salzgitter breit diskutierte Thema noch nicht beendet. Direkt nachdem die WEVG das Ergebnis erhalten hatte, informierte sie die internen Gremien. "Wie angekündigt, werden wir nun unsere Empfehlung für die nächste Aufsichtsratsitzung im Mai vorbereiten," so Zink weiter.
Neben der Befragung von über 54.000 Haushalten hatte die WEVG in vier öffentlichen Informationsveranstaltungen ausführlich über die unterschiedlichen Trinkwassersorten informiert. Nach der Empfehlung des WEVG-Aufsichtsrates im Mai werden sich die Gremien der Gesellschafter mit der Empfehlung des WEVG-Aufsichtsrates beschäftigen und beraten.

