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Museum Friedland auf dem Stadtplan anzeigen Drucken

"Museum Friedland": Zeitzeugen gesucht

Vom 10. bis zum 15. September macht der Jahrhundertbus des Vereins "Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation" auf dem Rathausvorplatz in Salzgitter-Lebenstedt Station.
Der Jahrhundertbus des Vereins "Unsere Geschichte. Gedächtnis der Nation" vor dem Rathaus. Großbildansicht

Salzgitter ist die erste Stadt in der der Bus zu Gast ist. In dem mobilen Aufnahmestudio werden Zeitzeugen zu ihren Erinnerungen an das Grenzdurchgangslager in Friedland und ihren späteren Lebensweg in Deutschland befragt. Es geht um nicht mehr oder weniger, als das Gedächtnis der Nation zu bewahren. Salzgitteraner, deren erste Schritte in die neue Heimat über dieses Lager geführt haben, sind eingeladen, vor der Kamera ihre Erlebnisse zu erzählen und für nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Die aufgezeichneten Zeitzeugeninterviews sollen zentraler Baustein im "Museum Friedland" (www.museum-friedland.de) direkt im Grenzdurchgangslager werden, das derzeit vom Niedersächsischen Innenministerium konzipiert und voraussichtlich im Herbst 2014 seine Tore für die Besucher öffnen wird. Zugleich werden die Interviews wesentlicher Bestandteil des Online-Archivs vom Verein (www.gedaechtnis-der-nation.de), der sich in diesem Jahr besonders der Geschichte der Migration in Deutschland widmet. 

Für den Aufbau des "Museums Friedland" sucht die Projektleitung fortlaufend Zeitzeugen, die in den vergangenen 67 Jahren über Friedland nach Deutschland eingereist sind.  Ansprechpartner im Niedersächsischen Innenministerium ist Jürgen Fröhlich (Telefon: 0511 / 120-4764, E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik).  

Das Niedersächsische Innenministerium und der Verein wollen Zeitzeugenerinnerungen zum Thema "Flucht, Vertreibung, Migration und Integration" dauerhaft bewahren, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und das interkulturelle Verständnis fördern. Wer waren die Menschen, die in den vergangenen sieben Jahrzehnten über Friedland in die Bundesrepublik eingereist sind? Welche Schicksale stehen dahinter?  Den Erfahrungsschatz der Erlebnisgeneration in das Museumsvorhaben und das Zeitzeugenportal einzubringen und damit auch für die nachfolgenden Generationen erfahrbar zu machen, ist das zentrale Anliegen.

Das Niedersächsische Innenministerium, der Verein "Unsere Geschichte. Gedächtnis der Nation" sowie die Stadt Salzgitter laden alle Interessierten ein, sich in dieser Woche in Salzgitter-Lebenstedt über das  Vorhaben "Museum Friedland" und die Arbeit des Vereins direkt am Jahrhundertbus auf dem Rathausvorplatz zu informieren.

Donnerstag, 16.08.2012




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