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Lebensretter
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Lebensretter werden: Reanimationstraining am 27. September

Es kann überall passieren, in der Fußgängerzone, auf der Arbeit, beim Sport: Eine Person sackt in sich zusammen, liegt regungslos am Boden und ist nicht ansprechbar - plötzlicher Herzstillstand. Was jetzt?
Interessierte können ihre Wiederbelebungskenntnisse auffrischen. Innerhalb weniger Minuten lernen sie, wie man im Falle des Falles zum Lebensretter werden kann. Großbildansicht

Viele Menschen haben Scheu mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, aus Angst, etwas falsch zu machen. Dabei ist Helfen ganz einfach! Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung im September bietet das Helios Klinikum Salzgitter allen Interessierten die Möglichkeit, die Herzdruckmassage zu lernen.

Am Dienstag, 27. September, findet um 18 Uhr im Kniestedter Herrenhaus in Salzgitter Bad ein kostenfreies Reanimationstraining statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

"Wir zeigen an der Reanimationspuppe, wie genau die Herzdruckmassage durchgeführt wird. Wer mitmacht, bekommt sehr schnell ein Gefühl für den notwendigen Kräfteeinsatz und die Druckfrequenz", sagt Eve Mallas-Koch, die zusammen mit Simone Lübke, das Training leiten wird.

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 80.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Ist in dieser Notsituation jemand vor Ort, der innerhalb der ersten fünf Minuten mit einer Herzdruckmassage beginnt, um den Blutkreislauf aufrecht zu erhalten, steigen die Überlebenschancen des Betroffenen. Doch aus Angst etwas falsch zu machen, zögern viele: Nur etwa jeder sechste Ersthelfer beginnt mit einer sofortigen Wiederbelebung.

"Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Deshalb sollte möglichst jeder in der Lage sein, in dieser Notsituation als Ersthelfer eine Herzdruckmassage durchzuführen. Die richtige Hilfe ist ganz einfach", erklärt Reanimationstrainerin Simone Lübke.

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Richtiges Verhalten im Notfall: Prüfen - Rufen - Drücken

Wer eine leblose Person findet, sollte zunächst prüfen: Atmet die Person, ist sie ansprechbar? Nein - dann sofort Hilfe rufen: die 112 wählen. Ruhig bleiben und die Fragen der Feuerwehr-Leitstelle beantworten. Nicht auflegen! Der Gesprächspartner aus der Leitstelle wird genau sagen, was zu tun ist, und gleichzeitig Hilfe schicken.

Dann mit der Herzdruckmassage beginnen: den Brustkorb freimachen, den Handballen auf die Mitte der Brust legen, den Ballen der anderen Hand darüber. Finger verschränken. Arme durchgestreckt halten und senkrecht mit den Schultern über den Druckpunkt gehen.

So kann die aufgewendete Kraft am effektivsten genutzt werden. Das Brustbein fünf bis sechs Zentimeter nach unten drücken - und das 100 bis 120 Mal pro Minute. Nicht aufhören bis der Rettungsdienst eintrifft. Falls die Kraft ausgeht, von einem anderen Ersthelfer ablösen lassen.

"Wir werden Lebensretter": Aktion für Schüler

Damit auch die Schüler der sechsten und siebten Klassen in Salzgitter Leben retten können, bietet das Klinikum Reanimationsschulungen an. Diese finden an der Schule und mit echten Profis statt - also Ärzten aus dem Klinikum oder Rettungsassistenten von Feuerwehr und Hilfsdiensten. Weitere Informationen auf der Internetseite des Klinikums.

Donnerstag, 22.09.2016


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