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ÖPNV
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ÖPNV nachhaltig gestärkt

Beharrliches Engagement hat sich gelohnt! Die Oberbürgermeister aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter begrüßen die Revision des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes.
Zur Modernisierung des Busbahnhofes Lebenstedt gehören auch die neuen Anzeigetafeln. Großbildansicht

Der Niedersächsische Landtag hat heute die Revision des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes beschlossen.

"Das beharrliche Einfordern für eine bessere finanzielle Ausstattung des Zweckverband Großraum Braunschweig hat sich gelohnt. Das ist ein großer Erfolg für unsere Region und wird den öffentlichen Personennahverkehr endlich auf das Niveau vergleichbarer Regionen heben", so die drei Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Klaus Mohrs und Frank Klingebiel.

In zahlreichen Gesprächen mit dem Land, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) sowie den Fraktionen im Niedersächsischen Landtag hatten die drei Oberbürgermeister in den vergangenen Monaten intensiv für eine deutliche Mittelerhöhung geworben. Dank der Einigung zwischen dem Bund und den 16 Bundesländern zu den Zuweisungen des Bundes an die Länder im September 2015 wurde die Niedersächsische Revision möglich. Keine Region in Niedersachsen verliert Mittel.

Mit den rund 25 Millionen Euro gelingt es, den öffentlichen Personennahverkehr in der Region auf eine neue Qualitätsstufe zu stellen. Es fließen dauerhaft mehr Mittel für den Nahverkehr in die Region. Es kann damit jährlich deutlich mehr Leistung im Regionalverkehr auf der Schiene und auf der Straße bestellt werden. Davon profitieren die Landkreise und der oberzentrale Verbund der drei Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter gleichermaßen.

Neben einem Mehr an Fahrleistung sollen mit diesen Mitteln auch innovative Mobilitätskonzepte und -projekte angeschoben oder unterstützt werden.

In den Verwaltungen werden derzeit in Abstimmung mit dem ZGB bereits erste Leistungsanpassungen für Regionalbuslinien beraten. Die Bürgerinnen und Bürger sollen so schnell wie möglich von Fahrplanausweitungen profitieren. Ziel ist es, bereits im Dezember erste Verbesserungen umzusetzen.

Darüber hinaus kann der ZGB künftig die Komplementärfinanzierung für wichtige Infrastrukturprojekte leisten. Damit sollen überfällige Gleissanierungen im regionalen Schienennetz erfolgen und Fahrzeiten verkürzt werden. Auch zusätzliche Haltepunkte bzw. die Sanierung von bestehenden Bahnhöfen und Bushaltestellen kann anteilig finanziert werden.

"Ich erwarte deutliche Angebotsverbesserungen in Salzgitter wie zum Beispiel die schnelle Sanierung der Eisenbahnstrecken von Lebenstedt beziehungsweise Ringelheim nach Braunschweig. Eine kurze Fahrzeit und ein zusätzlicher 30-Minuten-Takt werden hoffentlich viele Menschen zum Umsteigen auf Bus und Bahn bewegen. Ein zeitgemäßer Ausbau der Bahn-höfe und Haltestelle ist ebenfalls unser vorrangiges Ziel", so Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter.

Wolfsburg braucht eine deutlich attraktivere Anbindung an Braunschweig und die umliegenden Landkreise, die mit der Förderung der Schiene allein nicht bewältigt werden kann. "Ich erwarte, dass Wolfsburg eine bessere Anbindung durch Regionalbusse erhält und dies vom ZGB genauso finanziert wird wie Bahnverbindungen. Ich bin davon überzeugt, dass durch neue digitale Lösungen der ÖPNV noch besser mit anderen Verkehrsmitteln verknüpft werden kann. Hier sehe ich den ZGB in einer wichtigen Rolle als Initiator und Unterstützer neuer Angebotsformate", sagt Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

"Wir Braunschweiger wollen mit hoher Priorität den Bahnhof Braunschweig West an der Do-naustraße realisieren. Das wird die Reisezeiten für viele Braunschweiger aus der Weststadt und dem westlichen Ringgebiet nach Hannover, Hildesheim und Wolfsburg deutlich verkürzen", sagt Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig.

In der Zusammenschau der Projekte und Maßnahmen wird der Öffentliche Personennahver-kehr in den kommenden Jahren deutlich an Attraktivität gewinnen. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem dort investiert werden, wo die meisten Fahrgäste fahren. Das sind die Stadt-Umland-Verkehre und die regionalen Schienenverkehre. Davon wird die gesamte Region profitieren, betonen die drei Oberbürgermeister. Das war von Beginn an Ziel ihres Vorstoßes.

Mittwoch, 26.10.2016


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