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Kinderreporter
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Kinder fordern: Unrat gehört in die Tonne

Damit weniger Unrat auf den Straßen liegt, sollten die Leute ihren Müll in den Papierkorb werfen und mehr auf eine saubere Umgebung achten.
Die Kinderreporterinnen während der Pressekonferenz. Großbildansicht

Das fanden Wictoria, Zerda, Hanna, Sophie, Zilan und Berivan heraus, als sie vor kurzem 84 Einwohner im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt befragten. Die sechs Mädchen im Alter zwischen elf und 15 Jahren waren als Kinderreporter unterwegs und stellten jetzt die Ergebnisse ihrer Aktion vor.

Beim dem Projekt des Deutschen Kinderhilfswerkes befragte eine Kindergruppe Menschen in ihrer Stadt zu Themen, die sie bewegen und bei denen sie Veränderungen in ihrem Wohnumfeld erreichen wollen. In Salzgitter hatten sich Kinder im "Jumpers-Salzgitter", einem christlichen Kinder- und Jugendwerk, für das Thema "Müll" entschieden. Sie stören sich daran, dass auf Wegen und Spielplätzen, am See und auf dem Schulweg zu viel Zigarettenstummel, Bierflaschen, Verpackungsmüll und auch Scherben herumliegen.

Im Rahmen des Kinderrechteprojekts "Kinderreporter 2016 - Kinder haben was zu sagen!" haben die Mädchen nicht nur ein Stimmungsbild eingefangen. Sie sahen sich die Deponie in Salzgitter an und erfuhren dort Wissenswertes rund um die Abfallentsorgung. Zum Projekt gehörte auch ein Putztag direkt vor der Haustür von "Jumpers-Salzgitter".

"Mir hat das Projekt sehr viel Spaß gemacht, weil ich viele neue Dinge gelernt habe. Es war sehr anstrengend so viele Leute zu befragen, viele wollten sich auch nicht befragen lassen, hatten keine Zeit oder sonst irgendeine Ausrede. Ich hoffe, dass wir durch diese Aktion ein Bewusstsein dafür geschaffen haben, dass Müll direkt in die Mülltonne gehört", sagt die elfjährige Wictoria Meier.

"Uns ist aufgefallen, dass bei der Frage, ob Salzgitter-Lebenstedt als sauber oder unsauber empfunden wird, die meisten Kinder unseren Stadtteil eher als nicht so sauber einschätzen. Uns Kindern fällt beim Spielen und Toben viel eher der Müll auf. Das stört uns dann. Wir Kinderreporter finden, jeder sollte auf ein sauberes Umfeld achten, dann würde die Stadt viel sauberer aussehen", sagt Zerda Gülsahin, 13 Jahre.

Die Kinderreporterinnen während der Pressekonferenz. Großbildansicht

"Wir räumen nicht nur jeden Tag den Müll weg, pflegen das Stadtgrün und warten die Spielplätze - wir erklären besonders den Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen wie man Müll vermeiden und für eine saubere Umwelt sorgen kann", sagt Dietrich Leptien, Betriebsleiter des Städtischen Regiebetriebes (SRB).

Jedes Jahr unterstützt der SRB Projekte rund um Abfall. "Dass das hier vermittelte Wissen ankommt, zeigt sich jedes Jahr beim Stadtputztag, bei dem immer besonders viele Kinder mitmachen. Das Projekt der Kinderreporter passt perfekt in diese Strategie. Ich würde mich freuen, wenn die Botschaft der Kinder diejenigen erreicht, die Müll verursachen."

"Wenn Kinder öffentlich Themen aufgreifen, die sie beschäftigen, ist das eine prima Sache. Immerhin geht es um ihre Stadt und ihre Zukunft. Mir zeigt es, dass Kinder ihre Stadt mit wachem Blick wahrnehmen und wir Erwachsenen das auch ernst nehmen müssen. Das tun wir, denn in unserer kinder- und familienfreundlichen Lernstadt bemühen wir uns darum, dass Jung und Alt gern in Salzgitter leben und sich wohl fühlen", ergänzt die Kinder- und Familienbeauftragte Sylvia Fiedler, die das Projekt Kinderreporter unterstützt hat.

"Bei diesem Projekt engagieren sich Kinder und Jugendliche für ein Thema, das ihnen unter den Nägeln brennt und bei dem sie in ihrem Wohnumfeld Veränderungen erreichen wollen. Wir als Kinderrechtsorganisation freuen uns über dieses tolle Engagement und hoffen, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die Ergebnisse der Kinderreporter ernst nehmen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Neben den sechs Kindern und Jugendlichen aus Salzgitter sind noch Kinderreporter aus Berlin, Bremen, Coesfeld, Leipzig und Magdeburg bei diesem Projekt mit dabei. Das Projekt "Kinderreporter 2016 - Kinder haben was zu sagen!" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Mittwoch, 09.11.2016


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