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Sirenen
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Alarmierung durch Sirenen bleibt

Während andere Städte ihre Sirenen bereits abgebaut haben, hält die Stadt Salzgitter nach wie vor ganz bewusst an der sich als zuverlässig erwiesenen Technik fest.
Martin Kröhl von der Berufsfeuerwehr am Leitstellenarbeitsplatz Großbildansicht

Zwar, so Feuerwehr-Fachdienstleiter Arne Sicks, bediene sich auch die Berufsfeuerwehr neuer Möglichkeiten, wie der Warn-App Nina sowie traditioneller Radio-, Fernseh- und  Lautsprecherdurchsagen, um die Bevölkerung zu alarmieren. Doch gerade nachts könne man die Menschen durch ein Sirenensignal wesentlich schneller erreichen, als über die genannten Informationsmöglichkeiten. Seit den 90er Jahren, erklärte Sicks, werde von wissenschaftlichen Instituten erforscht, wie man das alte Alarmsystem "Sirene" durch neue Technologien ersetzen könne, aber alle im Rahmen der Forschung entwickelten Ideen wären bis heute nicht zur praktikablen Funktionsreife entwickelt worden.

Diese Alarmierungsart sei aber auch aus anderen Gründen den neuen Technologien vorzuziehen, denn ihre Tonfolgen seien seit dem zweiten Weltkrieg allgemein bekannt. Ein Dauerton von insgesamt einer Minute, der zweimal unterbrochen wird, bedeutet "Feueralarm", ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton  "Warnung der Bevölkerung" und die Entwarnung werde durch einen einminütigen Dauerton angezeigt.

Ist das Signal "Warnung der Bevölkerung" zu hören, sollte man das nächstgelegene Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten, das Radio beziehungsweise den Fernseher anschalten oder sich per Warn-App Nina beziehungsweise die Internetseite warnung.bund.de über die aktuelle Lage informieren.

Um zu prüfen, ob alle 35 Sirenen im Stadtgebiet funktionstüchtig sind werden sie jeweils am 1. Samstag eines Monats um 11 Uhr probehalber ausgelöst. Hier hat sich in diesem Jahr die Tonfolge des Signals geändert.
Durch technische bedingte Änderungen an den Steuerungseinheiten heulen die Sirenen bei der monatlichen Probeauslösung nur mit einer verkürzten Tonfolge. Sollte also der Probealarm zu hören sein, wird damit keine Störung oder besondere Gefahr für die Bevölkerung signalisiert. Immer wieder, so Fachgebietsleiter Vorbeugende Gefahrenabwehr, Martin Mann, werde gefragt, warum es einen regelmäßig wiederkehrenden Probealarm gebe.  Diese Funktionsüberprüfung sei nötig, da die Mechanik der Sirenen, wenn sie lange nicht aktiviert werde, im Notfall auszufallen drohe. Durch die Probealarmierung werde gewährleistet, dass die Geräte funktionstüchtig blieben.





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