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Mensa-Umfrage
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Auswertung der Mensa-Umfrage

Wie werden die Angebote in den Schulmensen von den Schülerinnen und Schülern angenommen? Dem ging das Jugendparlament der Stadt Salzgitter in einer Umfrage nach.
Zwei Mitglieder des Jugendparlaments halten das Ergebnis der Mensa-Umfrage in die Kamera. Großbildansicht

In seiner ersten Wahlperiode hatte die CDU-Ratsfraktion die Mitglieder gebeten, einzuschätzen, wie die Angebote aktuell genutzt werden und welchen Bedarf es darüber hinaus gibt.

Das Jugendparlament entschied sich eine Umfrage zu entwickeln, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler einzubeziehen und ein umfassendes Bild über die Situation zu erfassen.
Eine Arbeitsgruppe stellte daraufhin einen Fragebogen zusammen. Er wurde im gesamten Gremium beraten und genehmigt.

Die Umfrage wurde dann in Absprache mit den Schulleitungen an allen Schulen mit Mensabetrieb anonym durchgeführt. Die ermittelten Daten pflegten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachgebietes Kommunale Kinder- und Jugendförderung der Stadt Salzgitter in eine Datenbank ein. Die sortierten Zahlenangaben wurden dem Parlament zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse sind, obwohl viele Schülerinnen und Schüler befragt worden sind, nicht repräsentativ.

- 15 Schulen aller Schulformen haben sich beteiligt
- befragt wurden 3.560 Schülerinnen und Schüler
- die meisten Schülerinnen und Schüler waren
  zwischen 8 und 17 Jahren alt
- die Mehrheit von ihnen nahm nicht am Essen teil

Ergebnis:

- Gründe für die Nichtteilnahme sind: Das Essen ist zu
  teuer und/oder schmeckt nicht bzw. ist in der Mensa
  nicht genug Platz.
  Viele Befragte nannten keine konkreteren Gründe für
  die Nichtteilnahme
- das Essen wird überwiegend als appetitlich bewertet
- das Speiseangebot wird von der Mehrheit als sehr gut 
  bis befriedigend bewertet
- das Personal wird als freundlich wahrgenommen
- gewünscht wird mehr Essen ohne Schweinefleisch
  sowie vegetarisch, veganes und allergenes Essen
- diejenigen, die die Mensa nutzen, essen regelmäßig mit
  (85,37 Prozent der Essensteilnehmer/innen)
- insgesamt vergaben die Teilnehmenden gute Noten für
  die Mensen
- es wurden Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Preis,
  Vielfalt und zu gesundem Essen gemacht

Aus den Umfrageergebnissen lässt sich aus Sicht des Jugendparlamentes folgendes Fazit ableiten:
Der regelmäßige Mensabesuch vieler Schülerinnen und Schüler spricht dafür, dass sowohl das Essensangebot als auch die Atmosphäre von einer breiten Mehrheit akzeptiert werden.
Beim Zusammenstellen der Essenspläne sollten Schülerinnen und Schüler mehr eingebunden und deren Wünsche mehr berücksichtigt werden. Denkbar ist, an den einzelnen Schulen eine Mensakommission einzuberufen. Da von vielen befragten Schülerinnen und Schülern ein Urteil über das Mensaessen gefällt wurde, obwohl sie nicht dran teilnehmen, müssen Wege gefunden werden, auch diese Schülerinnen und Schüler bei der Essensplanung einzubeziehen.

Qualitativ hochwertiges Essen hat einen Preis. Vielen Befragten ist die Zusammensetzung des Preises nicht bewusst, daher muss der Preis für das Essen erläutert werden. Wünschenswert ist ein angemessener Preis für das Mensaessen, der auch von Kindern aus finanzschwächeren Familien bezahlt werden kann. Hier gilt es einen Kompromiss zwischen Qualität und Preis zu finden. Angebote unterschiedlicher Anbieter sollten auf diese Kriterien hin geprüft werden. Es ist zu überlegen, einen möglichen Großanbieter zu finden, um ein möglichst günstiges Angebot zu erzielen.

In Abstimmung mit den Schülerinnen und Schülern kann überlegt werden, ob eine Kioskversorgung alternativ ausreichend ist. Die Auswertung hat ergeben, dass den Jugendlichen warmes Essen nicht zwingend wichtig ist. Ihnen reicht meistens auch ein belegtes Brötchen oder eine Pizza oder ein vergleichbarer Snack.

Einige Schülerinnen und Schüler gaben in der Umfrage an, dass sie sich für das Essen ungern vorab anmelden möchten, um in ihrer Entscheidung flexibler zu bleiben. Für eine flexible Essensversorgung sieht das Jugendparlament im Moment noch keine Lösung. Hier sollte im Dialog mit den Jugendlichen nach neuen Möglichkeiten gesucht werden.

Mit den teilnehmenden Schulen wurde vereinbart, detaillierte Ergebnisse intern zu erörtern. Die Ergebnisse wurden vom Jugendparlament daher zusammengefasst.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse bisher im Jugendhilfeausschuss, woraufhin eine Einladung zur Vorstellung der Ergebnisse in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur folgte.

Mittwoch, 20.09.2017


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