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Ostfalia
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Grundstück der Hochschule: Stadt verkauft an Land

Das Land Niedersachsen kauft von der Stadt Salzgitter ein Grundstück mit Gebäuden, die bereits seit Mitte der 90er Jahre für den Standort Salzgitter-Calbecht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften angemietet sind.
Vertreter der Stadt, vom Land und der Hochschule zeigen den Vertrag. Großbildansicht

"Es handelt sich um ein klassisches Win-Win-Geschäft", erklärt der Niedersächsische Finanzminister Peter-Jürgen Schneider. Für Niedersachsen sei es wirtschaftlicher eine Immobilie zu kaufen, als sie auf Dauer anzumieten. Zugleich erfülle das Land damit eine Verabredung, die im Rahmen der Ansiedlung der Fachhochschule mit der Stadt Salzgitter getroffen wurde, wobei sich die Stadt erheblich finanziell eingebracht hatte. Diese Vorleistungen sollten ursprünglich spätestens Ende 2004 nach einer zehnjährigen Nutzungszeit durch den Ankauf der Immobilie durch das Land honoriert werden. "Im Gegensatz zu der vorherigen Landesregierung halten wir unser Wort und sorgen nun für klare Eigentumsverhältnisse", so Schneider.

Das Hochschulgebäude war früher Teil einer Schachtanlage in der bis 1967 Erz abgebaut wurde. Anfang der neunziger Jahre wurde es mit großem Aufwand umgebaut und restauriert. Es entstand ein großzügiges Campusgelände mit modernster Ausstattung. 1999 wurde ein Erweiterungsbau der Hochschule unter Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fertig gestellt. Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, betonte, dass sich die Investition in den Hochschulstandort auch für die Stadt Salzgitter gelohnt habe: "Die Hochschule mit ihren 2500 Studenten ist heute eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung." Der Studienbetrieb begann 1994 mit zunächst 28 Studierenden.

Klingebiel weiter: "Strukturpolitisch war die Entscheidung der Stadt den Fachhochschul-Standort Calbecht aus kommunalen Mitteln vor- und mitzufinanzieren, richtig. Die Miete war zu keinem Zeitpunkt kostendeckend. Nach all den Jahren wachsen die Kosten für den Gebäudeunterhalt, den die Stadt als Eigentümerin zu bezahlen hat. Die Übernahme durch das Land ist deshalb auch wirtschaftlich für die Stadt von Vorteil, hätte aber schon 2004 erfolgen müssen. Ich bin deshalb dem Finanzminister Schneider dankbar, dass er die vertragliche Verpflichtung des Landes nunmehr einlöst."

Für die Ostfalia Hochschule als Nutzerin der Gebäude birgt die Einigung ebenfalls Vorteile. "Die Zusammenführung der angemieteten Liegenschaften mit den auf dem Hochschulcampus vorhandenen landeseigenen Liegenschaften der Ostfalia ist sinnvoll und gibt dem Hochschulstandort zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten", erklärte die Präsidentin der Ostfalia, Prof. Dr. Rosemarie Karger. Mit dem Ankauf werden zusätzlich kleine Flächen übertragen, um das Grundstück zu arrondieren. So besteht die Möglichkeit, Raum für dringend benötigte Parkplätze zu schaffen, wofür eine nicht benötigte Gewerbehalle abgerissen werden müsse. Für den Bauunterhalt hat die Hochschule bereits ab diesem Jahr eine jährliche Aufstockung ihres Etats um 460.000 Euro aus dem Landeshaushalt erhalten.

Anfang 2018 soll das Eigentum an dem Grundstück und den drei Gebäuden auf das Land übertragen werden. Der Kaufpreis von ca. 8 Millionen Euro wurde auf der Grundlage eines Gutachtens des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Braunschweig-Wolfsburg bestimmt. Insgesamt werden gut 47.000 qm angekauft.

Donnerstag, 19.10.2017


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