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Pilotprojekt an der IGS
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Einander besser kennenlernen

Zurzeit findet ein Pilotprojekt "Religion an der Oberschule/Gesamtschule" der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen an 20 Schulen im ganzen Bundesland statt.
Beim Kleinschneiden der Äpfel: Am Schneidgerät Gesamtschuldirektor Andreas Mainz. Es schaut ihm dabei zu Heiko Grüter-Tappe (Konföderation ev. Kirche Nds.)und Großbildansicht

Der vollständige Titel des Projektes lautet: "Religion an der Oberschule/Gesamtschule wahrnehmen und begleiten". Ziel ist es, neue Wege der Gestaltung des Religionsunterrichts auszuprobieren.

In Salzgitter sind unter dem Motto "Geflüchteten begegnen - Brücken bauen, Hände reichen" die Schülerinnen und Schüler des Wahl-Pflichtkurses Religion der IGS Salzgitter mit dabei. Dazu wurde, initiiert von der Konföderation, zwischen der Schule und der Stadt Salzgitter ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Das zweijährige Projekt soll die Begegnung der 19 teilnehmenden Salzgitteraner Schülerinnen und Schüler mit Geflüchteten ermöglichen. Zunächst hatten sich die Jugendlichen nur theoretisch mit dem Thema Flucht auseinandergesetzt. Ein Schwerpunkt war, wie es sich für Flüchtlinge anfühlt, in einem fremden Land anzukommen, in dem man die Regeln und Gepflogenheiten nicht kennt und sich sprachlich nicht verständigen kann.

Jetzt ist der praktische Teil des Pilotprojektes gestartet. Gemeinsam mit einigen Flüchtlingen der Zentralen Unterkunft der Stadt Salzgitter hatten die Jugendlichen, mit Erlaubnis des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Braunschweig, an der Schleuse Üfingen von den dort wachsenden Obstbäumen Äpfel zur späteren Weiterverarbeitung gepflückt.

Auch in der Küche wurde beim Apfelkuchenbacken fleißig gearbeitet. Großbildansicht

Beim zweiten Treffen wurde dann gemeinsam aus dem Obst Apfelsaft gepresst und Kuchen gebacken. Doch es sind noch weitere Aktionen, wie eine Fahrradwerkstatt, geplant.

"Alle Schülerinnen und Schüler sind sehr hochmotiviert und interessiert", freut sich Lehrerin Nadine Vogler. Aufgrund des hohen Interesses an diesem Wahlpflichtkurs musste für das Schuljahr 2017/2018 der Kurs "Darstellendes Spiel" ausfallen. Die zuständige Lehrerin erklärte sich deshalb spontan bereit, ihre Kolleginnen und Kollegen bei dem Pilotprojekt zu unterstützen.

In diesen zwei Jahren soll ausprobiert werden, so Heiko Grüter-Tappe, Regionalkoordinator der ev.-luth- Landeskirche in der Region Braunschweig, was man an neuen Formaten für den Religionsunterricht finden kann. Denn die Zeiten hätten sich gewandelt. Während es früher an den Schulen vor allem Schülerinnen und Schüler mit evangelischer oder katholischer Konfession gegeben hätte, würde man heutzutage dort Jugendliche und Kinder mit ganz unterschiedlichen Religionshintergründen finden. 

Dienstag, 24.10.2017


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