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KGST
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Erster Rang als familienfreundliche Stadt

In einem Gesamtranking aus 10 Städten des Vergleichsringes der KGST würde Salzgitter unter den kinder- und familienfreundlichen Städten Platz 1 belegen. Das ist ein Ergebnis des Treffens des Vergleichsringes in Salzgitter.
Stadtrat Ekkehard Grunwald, Kinder- und Familienbeauftragte Sylvia Fiedler, Leiterin Fachdienst Kinder, Jugend und Familie Dr. Roswitha Krum und Koordinator des Vergleichsringes, Thomas Wick Großbildansicht

Das strategische Ziel von Oberbürgermeister Frank Klingebiel Salzgitter zu eine der kinder- und familienfreundlichsten Städte  zu machen und die ersten Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit auf diesem Gebiet fanden während einer zweitägigen Sitzung eines Vergleichsringes der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) im Hotel am See mit zehn Städten aus Deutschland und Österreich hohe Anerkennung.

Der Koordinator des Vergleichsringes, Thomas Wick von der KGSt, attestierte Salzgitter, die Stadt habe eine "klare Zielstruktur, die gelebt" werde. Im kurzen Zeitraum der Vorgabe der Entwicklung zur kinder- und familienfreundlichen Lernstadt Ende 2006 seien bereits "tolle Leistungen" erbracht worden. Salzgitter beginne nunmehr "erste Früchte zu ernten".

Möglich sei dies nur durch eine stringende Verwaltungsführung, die vom Rat mitgetragen werde. Gerade in Perioden mit niedrigen Steuereinnahmen gelte es Prioritäten zu setzen, was Salzgitter in bemerkenswerter Weise umsetze, so Wick. Am KGSt-Vergleichsring "Familienfreundliche Stadt" beteiligen sich die Städte Bottrop, Erlangen, Hamm, Kassel, Kiel, Paderborn, Recklinghausen, Remscheid und Innsbruck.  

Die Leiterin des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie, Dr. Roswitha Krum, und die Kinder- und Familienbeauftragte der Stadt, Sylvia Fiedler, verkannten nicht, dass die Mitarbeit im Vergleichsring ab 2005 ein schwerer Start gewesen sei, weil sich Salzgitter eher in unteren Rängen wiedergefunden habe. Inzwischen platziere man sich im Mittel- bis Spitzenfeld. Dr. Krum nannte in diesem Zusammenhang die Sprachförderung im Vorschulalter, die Anzahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss habe sich verringert und das Angebot an Kindertagesstätten-Plätze sei ausgebaut worden.  Bestnoten hätte sich die Stadt sei jeher bei den Spielplatzflächen verdient, wo das neue Piratencamp am Salzgittersee überregionale Akzeptanz finde, und führend sei sie in der Offenen Jugendarbeit.

Dr. Krum und Fiedler erinnerten außerdem an die familienfreundliche Baulandförderung, Projekte gegen Schulverweigerung, die Einführung der Beitragsfreiheit für alle drei Kindergartenjahre, die Verabschiedung eines 73 Millionen Euro schweren Schulsanierungsprogramms für die nächsten zehn Jahre, die Gestaltung einer neuen richtungweisenden Jugend- und Sportförderung sowie den Start des Projektes Berufsorientierung und Nachwuchssicherung (BONA SZ) in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen.

Zur Eröffnung der Tagung und im Rahmen eines abschließenden Pressegespräches unterstrich Stadtrat Ekkehard Grunwald, dass die Qualität der Arbeit des Vergleichsringes nicht in einem Ranking liege, sondern Kennzahlen genutzt werden sollten, um Wege zum Ziel zu erkennen und übertragbare Lösungsansätze zu finden. Ein wesentlicher Betrachtungspunkt sei der Familienwanderungssaldo. Gegenüber dem Jahr 2006 sei  eine deutliche Verlangsamung des Bevölkerungsschwundes erkennbar.

Ende 2008 habe die Stadt mit einem Minus von 963 Einwohnern den niedrigsten Verlust seit 2001 registriert. Zum gleichen Zeitpunkt seien 11.130 Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren registriert gewesen; zum 10. August 2009 bereits 11.647. Somit seien in Salzgitter 517 Kinder mehr zugezogen oder geboren.  Grunwald: "Die Summe von kinder- und familienfreundlichen Angeboten könnte ausschlaggebend dafür sein. Immerhin liegen wir bei der Zahl der durchschnittlichen Geburten je Frau, der Fertilitätsrate, mit einem Satz von 1,51 über dem Mittelwert im Vergleichsring von 1,31."

Mittwoch, 19.08.2009




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