Sprungmenü

obere Global-Navigation



Böswillige Unterbewertung der Stadt
Drucken

Leserbrief vom: Samstag, 24.03.2007
Kategorie: Stadtleben

Böswillige Unterbewertung der Stadt


Die Aussage des Uwe Zwiste in der Salzgitter-Zeitung vom 14.3.07, in Salzgitter gäbe es nur Filialisten mit Billigware, ist eine böswillig pauschale Unterbewertung, verbreitet selbstzerstörerische Vorurteile ewiger Miesmacher gegen diese Stadt und fordert einen klärenden Widerspruch:

Es gibt hier neben hoher Wohnqualität mit herrlichem Naherholungsgebiet sehr wohl auch eine große Anzahl von Fachgeschäften und breit gestreuten Angeboten, für die man nicht nach Braunschweig müßte. Wer informiert ist, weiß auch um die großen, Erfolg zeigenden Anstrengungen der Kaufmannschaft, dem Sog Braunschweigs zu begegnen. Doch wenn ein Bürger wie Herr Zwiste die Projekte City-Carreé und "Flaniermeile" schlecht redet, bevor sie überhaupt fertig sind und düstere 10-Jahres Prognosen stellt, ohne konstruktive Verbesserungsvorschläge zu machen, dann zeigt das wenig Liebe zu seiner Stadt und man fragt sich, was ihn hier noch hält.

Auch über die Regiostadtbahn läßt sich natürlich streiten ( woher kennt Herr Dahms den "Willen der Bevölkerung", den er sich anmaßt in der Zeitung vorzubringen?). Aber selbst bei möglichen Nachteilen für meinen eigenen Betrieb halte ich es für einen Trugschluß, Kaufkraft binden zu können, indem man die Bahn verhindert. Viele fahren ohnehin mit dem Auto einkaufen, andere können die bestehenden öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Die Erfahrung zeigt: Wenn man Menschen von der Welt abschottet, ziehen sie notfalls ganz weg (manchmal sogar unter Einsatz ihres Lebens).

Es ist unfair, Salzgitters Geschäftsstruktur mit der einer jahrhunderte gewachsenen, weitaus größeren und vor allem "kompakten" Stadt zu vergleichen - obendrein verräterisch falsch. Wem etwas an Salzgitter liegt, nutzt die Vorteile des nahen Braunschweig, stützt aber trotzdem unsere Stadt, wo es möglich ist. Dazu brauchen wir positiv denkende "SZ-Fans" in unserer Stadt und keine Totengräber, die mit dem Zollstock in Hand ihr Ableben beschwören. Unter dem Motto: "Hier lebe ich - hier kaufe ich" sollte man mehr die positiven Seiten unserer jungen Industriestadt im Grünen propagieren, dann ändern sich die natürlich auch zu beklagenden Zustände automatisch, weil ein so gestärkes Selbstvertrauen auch Mut zu Investition und Engagement in und für die Stadt macht. Das Selbstbewußtsein ihrer Bürger regelt die Stimmung in einer Stadt. Diese wiederum ist entscheidend für die Vitalität der Kaufmannschaft und der Stadt ganz allgemein. Also, laßt uns die Miesmacher bekämpfen, wo immer sie laut werden, dann bringen wir auch Salzgitter noch weiter nach vorne.

Meinhard Funk
Salzgitter


Logo: Salzgitter