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Rat der Stadt regelt Gefahrenabwehr neu
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Leserbrief vom: Dienstag, 30.09.2008
Kategorie: Allgemein

Rat der Stadt regelt Gefahrenabwehr neu


Es war ein Schlag ins Gesicht als ich am Freitag die Zeitung aufschlug. Hatte der Rat der Stadt doch am 24. September 2008 in seiner Sitzung u. a. beschlossen, dass der Leinenzwang in Salzgitter auf Park-, Garten- und Grünanlagen ausgeweitet wird!

Da es in letzter Zeit verhäuft zu Belästigungen und Beißattacken kam, hat man sich zu diesem Schritt entschlossen. Aber das hätte nicht sein müssen! Bei Hunden, die diesbezüglich auffällig sind, müsste das Ordnungsamt stärker eingreifen, regelmäßige und strengere Kontrollen würden ausreichen, damit Hundebesitzer oder Halter ihre Auflagen erfüllen, bei Nichteinhaltung evtl. sogar der Entzug des Tieres.

Es ist ja heutzutage einfacher den Eltern das Kind wegzunehmen, als dem Hundebesitzer den Hund!

Wenn man sich den § 5 der Gefahrenabwehrverordnung (www.salzgitter.de/rathaus/buergerservice/recht-sicherheit-ordnung) ansieht, wird man feststellen, das die Stadt Salzgitter dort schon alles geregelt hat, zudem besteht ja schon in bestimmten Straßenzügen in Salzgitter-Lebenstedt und Bad Leinenpflicht, wie im Anhang der Verordnung erwähnt.

Ich schlage vor, den Neubau des Tierheimes zu vergrößern, denn wer nimmt denn jetzt noch einen Hund auf! Da ändert auch der kurzfristige Hundsteuererlass nichts daran. Eine Auflage der Stadt könnte z.B. sein, dass die neuen Besitzer mind. ein halbes Jahr eine Hundeschule besuchen, um dem Tier den Grundgehorsam beizubringen.

Apropos Hundeschule, wer denkt denn an die unzähligen Hundeschulen und Vereine, die ihr Training extra nach außen verlegen und nicht auf einem eingezäunten Platz. Dort in Grünanlagen und Parks wird mit Hundhalter und Hund geübt, dort wo es spielende u. laufende Kinder, Jogger, schnell herankommende Fahrradfahrer, alte Menschen, z. B. mit Gehstock oder Rollator gibt. Dort bekommt schon der junge Hund, mit dem ich trainiere, seine Eindrücke, dort festige ich sein positives Verhalten gegenüber Umwelteinflüssen.

Warum sollen wir Hundebesitzer mit unseren ausgebildeten Hunden die Kollektivstrafe annehmen, nur weil sich die Fraktion der „Der tut nix, der will nur spielen“-Hundhalter mit seinem Tier daneben benimmt.

Ich bin mit gutem Beispiel voran gegangen und habe die Patenschaft, erst für einen, mittlerweile für Kotbeutelspender in Salzgitter-Gebhardhagen übernommen. Nicht nur klug daherreden, sondern auch handeln! Ich habe mich sehr gefreut, dass mein Projekt Nachahmer gefunden hat. Aber der Beschluss des Rates zum Leinenzwang setzt dem ganzen die Krone auf. Deswegen sind die auffälligen Hunde auch nicht besser händelbar!

Nur eins noch zum Schluss: Stellt euch vor, es ist wieder Wahl und kein Hundebesitzer geht hin. Glück auf!!!


Angelika Ortner
Salzgitter


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