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Wanderungsmotivanalyse
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Stadt untersucht Fortzüge

Die Stadt Salzgitter hat eine Wanderungsmotivanalyse durchgeführt, um detaillierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, warum Menschen aus Salzgitter fortziehen.

Angeschrieben wurden alle Personen, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 weggezogen sind. Sie wurden gebeten einen Fragebogen mit den Gründen für den Fortzug auszufüllen. Rund ein Drittel ist der Bitte nachgekommen.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass die überwiegende Zahl der Menschen, die Salzgitter verlassen, höhere Schulabschlüsse haben. Die Hauptgründe des Wegzugs liegen im Bereich Beruf (Arbeitsplatzwechsel, Ausbildungsbeginn, Studium) sowie keine bzw. mangelnde Arbeitsplatzangebote vor Ort. Auch angegeben wurde "Umzug in die Nähe von Verwandten/Freunden" und das Wohnumfeld. Der größte Wanderungsverlust besteht in der Altersgruppe 25 bis 40 Jahre. Fast 50 Prozent der Weggezogenen sind unter 30 Jahre alt.

Auch sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3.400 Menschen weniger geboren als gestorben. Allein im ausgewerteten Jahr 2007 standen den 812 Geburten 1.304 Sterbefälle gegenüber. 40.000 Einwohner sind in diesen zehn Jahren aus Salzgitter weggezogen, 33.500 Einwohner kamen neu hinzu.

Weitere Ergebnisse:  

  • Unter den befragten Haushalten waren zum großen Teil jüngere Menschen vertreten. 48,4 Prozent waren unter 30 Jahre.  
  • Die Anzahl der Einpersonenhaushalte überwiegt mit fast zwei Drittel am Gesamtvolumen. 
  • 33,3 Prozent der Hauptverdiener der fortgezogenen Haushalte sind Angestellte und Beamte. 
  • Fast die Hälfte der Befragten hat 20 Jahre und länger in Salzgitter gelebt. 
  • 72,5 Prozent der fortgezogenen Haushalte haben gern in Salzgitter gelebt. 
  • 39 Prozent führten persönliche Gründe (Beruf, Familie) für den Fortzug an. 
  • Bei Fortzügen in kleinere Umlandgemeinden waren Wohnstatusmotive (Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung) sowie wohnungsbezogene Motive (bisherige Wohnung entsprach nicht mehr den Vorstellungen) wichtig. 
  • Fast ein Drittel der befragten Haushalte formulierte weitere, nicht explizit auf dem Fragebogen vorgesehene Motive als "sonstige Gründe für den Wegzug". Dazu zählen Familie, Beziehung / Partnerschaft, Krankheit sowie ein zu hoher Ausländeranteil. 

Die Schlussfolgerungen hinsichtlich der Frage der stadtplanerischen bzw. kommunalpolitischen Beeinflussbarkeit müssen sich nun anschließen. Diesbezüglich mögliche Handlungskonzepte scheinen aber - zum Beispiel im Hinblick auf den recht hohen Anteil rein persönlich motivierter Fortzüge - begrenzt zu sein. Um im beeinflussbaren Bereich gegenzusteuern, wird die Stadt ihr erfolgreiches Konzept "Salzgitter, die kinder- u. familienfreundliche Lernstadt" fortsetzen. Mit besonderer Ausprägung in der Kinder-, Familien- und Bildungspolitik.


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