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Vom Erz zum Stahl

Die Dauerausstellung des Städtischen Museums Schloss Salder "Vom Erz zum Stahl" dokumentiert auf 550 Quadratmetern mit rund 200 Exponaten die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Salzgitter seit Beginn der Industrialisierung.
Ein Exponat der Ausstellung Großbildansicht

Die  Ausstellung verdeutlicht die enge Partnerschaft zwischen Salzgitter AG und Stadt. Gezeigt wird die Arbeitsleistungen die vollbracht wurde, um den Industriestandort Salzgitter zu dem zu formen wie er sich heute darstellt. Unterstützt wird die Ausstellung durch die Salzgitter AG, VW, MAN, Alstom-LHB, Bosch und der ARGE Salzgitter.

Salzgitter ist wie keine andere Stadt in Niedersachsen von der Industrie geprägt. Rund 55 Prozent der Arbeitsplätze haben eine industrielle Ausrichtung. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Gewinnung von Eisenerzen im Salzgitter-Gebiet und seine Verhüttung. Sie führt  durch die Verhüttungsgeschichte, zeigt Rennöfen (Nachbauten), einen Ofen aus dem 16. Jahrhundert (Nachbau) und beschreibt die Geschichte der Montanwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert mit den im nördlichen Vorharzland  gegründeten Hütten in Ilsede (1858), Gittertor und Othfresen (1868).

Nur Ilsede blieb bis in die Gegenwart bestehen. Bereits in der Weimarer Zeit wurden erste Überlegungen entwickelt auf der Basis des riesigen Erzvorkommens im Salzgitter-Gebiet ein Hüttenwerk zu erstellen. Die Weltwirtschaftskrise machte diesen Plänen ein Ende.

Erst im Dritten Reich wurde im Rahmen der Autarkiepolitik ein Hüttenwerk auf den Erzfeldern mit 32 Hochöfen geplant und gebaut (12 Hochöfen waren 1945 fertig). Zehntausende von zunächst deutschen Arbeitern, später von Deportierten, Zwangsverschleppten und Kriegsgefangenen wurden beim Aufbau der Industrieanlagen und in der Kriegsproduktion eingesetzt.

Nach 1945 sollten die Reichswerke demontiert werden. Belegschaft, Gewerkschaften, Parteien und das Land Niedersachsen und die junge Bundesrepublik verhinderten die totale Demontage, es blieb ein kleines Hüttenwerk bestehen, das als Salzgitter AG fortbestand. Die Salzgitter AG in ihrer heutigen Konzernstruktur mit ihren Standorten in Salzgitter, Peine und Ilsenburg und den verschiedenen Firmen-Töchtern ist der zweitgrößte Stahlkonzern Deutschlands.

Ein  beeindruckendes Modell der Hütte und die von der Salzgitter AG hergestellten Produkte belegen die  Bedeutung des Werkes für die Stadt Salzgitter, für die Region und ihre Wirtschaftsstruktur.

Die Ausstellung präsentiert nicht nur die montanwirtschaftliche Bedeutung der Salzgitter AG, die im Jahr 2008 auf eine 150jährige Tradition seit der Gründung des Hochofenwerkes in Ilsede zurückblicken kann, sondern auch, wie sich daneben andere Industriezweige in Salzgitter und der Region entwickelt haben. In Salzgitter wurde seit 1945 mit Linke-Hofmann-Busch (Alstom-LHB), MAN (ehemals Büssing), VW und Bosch (Blaupunkt) ein hohes Maß an Kompetenz im Bereich Mobilität geschaffen.

Fotografien und Texte vermitteln einen Einblick in eine mehrere Jahrhunderte dauernde Geschichte. Zudem vertiefen mehrere Sachfilme das Wissen zu den einzelnen Firmen oder Produktionszusammenhängen.

Ein Katalog ist im Entstehen. Führungen können unter der Telefonnummer 05341 / 839-4623 bestellt werden.



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