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Museum für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität

Sammlung für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität. In dieser Sammlung zur Technikgeschichte in der Region geht es nicht nur um die großen Leistungen der Handwerker, Techniker und Ingenieure, sondern auch um die Wandlung des alltäglichen Lebens seit der Erfindung der Dampfmaschine.
Dampfmaschine R.Wolf / Magdeburg - Bukau Großbildansicht

Die größten Objekte - zwei Dampfmaschinen - dokumentieren den Beginn der Industrialisierung. Die eine Maschine hat bereits Ende des 19. Jahrhunderts in einer mechanischen Weberei die Webstühle angetrieben. Die andere Maschine - eine sog. 'stationäre Dampfmaschine mit liegendem Kessel' des Magdeburger Herstellers R. Wolf - hat bis vor wenigen Jahren in einer Tischlerei neben den Maschinen auch einen Generator zur Stromversorgung angetrieben.

Neben einer Diesellok, die sowohl bei den Stahlwerken, als auch später bei VW ihren Dienst getan hat, gehören verschiedene Feuerwehrfahrzeuge in diese Sammlung. Die Spannbreite reicht dabei von mit Pferden gezogene, manuell zu betätigende Spritzen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis hin zu Löschfahrzeugen der 1950er und 1960er Jahre.

Wesentlicher Schwerpunkt dieser Sammlung ist die Geschichte der industriellen Arbeit in der Region Salzgitter. Neben zahlreichen Objekten aus dem Erzbergbau, die größtenteils auch in Salzgitter entwickelt wurden, sind mit den in Salzgitter gebauten Fahrzeuge des VW-Konzerns Objekte in der Sammlung beheimatet, die Oldtimer-Fans aufhorchen lassen. So steht beispielsweise der VW K 70 neben einem FAUN-LKW mit großem Bohrgestänge, das von der SMAG für Probebohrungen in ganz Europa produziert worden ist. Zu sehen ist aber auch der sog. 'Salzgitter-Lader', der in den ersten Nachkriegsjahren geholfen hat, die Schuttberge in den Städten zu beseitigen. 

Technikbegeisterte, die sich für die Entwicklung der Mobilität interessieren finden auf der gegenüberliegenden Seite des Museumhofes,  im ehemaligen Schafstall, technische Raritäten, wie die Michaudine des Kutschenbauers Pierre Michaeux von 1867. Das hölzerne mit Stahlbändern beschlagen Fahrrad war auf der Weltausstellung in Paris eine Sensation. Das Veloziped in Salder stammt aus der Versteigerung der Welfenprinzen auf der Marienburg 2005. Möglich hat dies auch der Förderverein Schloss Salder gemacht, der die Erweiterung der Sammlung durch dieses aussergewöhnliche Stück mit 2000 Euro unterstützte.

Ein weiteres Schmuckstück, neben vielen anderen, ist der Nachbau des Büssing-Busses von 1904, der auf der Linie Wendeburg-Braunschweig bis zu 20 Fahrgäste transportierte. Der Fahrer saß unter einem Vordach, unter seinem Sitz war ein Postbriefkasten. Das Reisetempo war eher gemütlich, der Vier-Zylinder-Motor hatte gerade mal 20PS. 1904 startete auch der Betrieb auf der Linie Braunschweig-Salder-Lebenstedt. Der Braunschweiger Unternehmer Heinrich Büssing konstruierte und baute nicht nur Fahrzeuge aller Art, sondern gründete 1909 die erste Transportgesellschaft Deutschlands.

Im Stallgebäude ist auch eine alte Tankstelle aufgebaut, dort ist ein amerikanischer Essex geparkt. Gegenüber steht eines der ersten Hybrid-Fahrzeuge, das Professor Dr.-Ing. Henning Wallentowitz dem Städtischen Museum Schloss Salder neben einigen anderen besonderen Fahrzeugen, an deren Entwicklung er teilweise selbst beteiligt war, kostenlos zur Verfügung gestellt hat.





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