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Schlosskirche Salder
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Kirche St. Maria Magdalena in Salder

Die Kirche St. Maria Magdalena in Salder ist eine der wenigen barocken Quersaalkirchen in Norddeutschland und entstand in dieser Form als ein Konfessionszeugnis des Erbprinzen und späteren Herzogs August Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg in den Jahren 1713-1717.
Schloss-Kirche St. Maria Magdalena Großbildansicht

Um 1695/96 hatte der Erbprinz den verarmten Herren von Salder das um 1600 erbaute Renaissance-Schloss (heutiges Museum Schloss Salder) und das Dorf Salder mit allen Rechten abgekauft. Das Schloss ließ er sich in den folgenden Jahren als Sommersitz umgestalten.

1709 oder auch eventuell ein paar Jahre früher, erwarb er zusätzlich das Patronatsrecht über die alte romanische Pfarrkirche. Diese alte Kirche, besonders ihr Turm, war baufällig geworden und es wurde beschlossen, die alte Kirche abzureißen und eine neue zu bauen. Durch den Erwerb der Patronatsrechte und die Übernahme eines erheblichen Teils der Baukosten war für August Wilhelm nun der Weg frei, zwar eine Gemeindekirche, doch gleichzeitig auch Schlosskirche errichten zu lassen.

Er wollte in Protest zu seinem zum römisch-katholischen Glauben konvertierten Vater eine Kirche bauen, die eine Raumform hatte, die für den evangelischen Predigtgottesdienst als optimal galt, in der es aber nicht ohne größere Umbaumaßnahmen möglich gewesen wäre, eine katholische Messe zu halten.

Mit architektonischem Entwurf und Durchführung des Baus der neuen Kirche wurde der Festungsbaumeister Johan Caspar Völcker beauftragt, der auch schon die Andreas-Kirche in Seesen und die Pfarrkirche in Groß-Schwülper gebaut hatte. Ohne Aufgabe der Symmetrie wurde durch die Form der Quersaalkirche viel Platz für das Volk rund um Altar und Kanzel geschaffen, gleichzeitig aber auch dem Schlossherrn und dem Gefolge in der Herzogsprieche Nähe zum gottesdienstlichen Geschehen und gleichzeitig Distanz zum Volk ermöglicht.





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