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Gut Flachstöckheim
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Gut Flachstöckheim

Flachstöckheim war lange Zeit Sitz eines der reichsten Adelsgeschlechter des Braunschweiger Raumes, derer von Schwicheldt.
Gut Flachstöckheim. Großbildansicht

Das Gut:

Bereits 1350 erhielt das Rittergeschlecht das Gut als Lehen vom Kreuzstift zu Hildesheim. Das Anwesen wurde 1722 erbaut, das Kavaliershaus stammt aus dem Jahre 1807.

Ende der 1930er Jahre erfolgte die Enteignung des alten von Schwicheldtschen Familiengutes Flachstöckheim durch die damaligen Reichswerke (heute Salzgitter AG). Die Gutgebäude wurden 1942/43 durch die Wohnungs AG der Reichswerke zu 98 Wohnungen für Bergarbeiter der nahen Erzgruben umgebaut.

Gutspark. Großbildansicht

Der Gutspark:

Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 nahm Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Friedrich des Großen, hier Quartier. Auf seinen Befehl mussten französische Kriegsgefangene einen Rokokogarten anlegen. 1765 entstand das von schmiedeeisernem Rankenwerk mit den Initialen August Wilhelm von Schwicheldt gezierte Parktor. 1821 wurde der Park von der Familie in einen Englischen Garten umgewandelt. 1952 bis 1954 stellte die Salzgitter AG den Garten wieder her. Die Stadt Salzgitter schuf dort 1956 eine Freilichtbühne, auf der im Sommer Kindertheaterstücke aufgeführt werden.

 

Gut Flachstöckheim. Großbildansicht

Um das unter Denkmalschutz stehende Ensemble Gutshof und Gutspark wieder in seiner ursprünglichen Form erstehen zu lassen, beauftragte der Städtische Regiebetrieb (SRB) im September 2006 einen Gutachter. Der Fachmann erstellte ein gartendenkmalpflegerisches Pflege- und Entwicklungskonzept in Einklang mit dem Denkmalschutz der Anlage.

2008 bis 2010 ist der Park umfassend saniert und wieder in einen englischen Landschaftspark umgewandelt worden. 

In einem ersten Bauabschnitt von November 2008 bis einschließlich Juni 2009 und einem zweiten im Jahr 2010 wurde die Mauer, die den Park an seiner Nordseite begrenzt, von einer Fachfirma im Auftrag des SRB Salzgitter aufwändig restauriert. Im Jahr 2009 belegte der städtische Betrieb die Fläche der Freilichtbühne mit neuen Naturplatten und erneuerte im selben Jahr die Leuchten im Park. Im Jahr 2010 wurden die Wege im Park saniert und mit einer neuen Decke versehen.

Möglich wurde dies alles auch durch die ehrenamtliche Mithilfe des Fördervereins Gutspark. Die Mitglieder sorgen nicht nur dafür, dass die Grünanlage gepflegt ist, sie pflanzten auch die durch den SRB zur Verfügung gestellten Pflanzen.

Quelle: aus dem Buch "Salzgitter", von Jürgen Hodemacher, 1984





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