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Stift Steterburg

Ein im Jahre 1001 gegründetes Damenstift trat an die Stelle der unmittelbar daneben liegenden frühmittelalterlichen Steterburg. Die ältesten noch erhaltenen Gebäudeteile stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Stift Steterburg Großbildansicht

Zu den bedeutendsten Sakralbauten Salzgitters gehört die Kirche des Stifts. Die Geschichte dieses Gotteshauses und die seiner beiden Vorgängerbauten reicht in die Zeit der Gründung des Damenstifts zurück.

Als Stiftskirche diente zunächst die St.-Nikolaus-Burgkapelle, bis 1070 die erste Kirche fertiggestellt war und vom Merseburger Bischof Werner geweiht werden konnte. Bereits um das Jahr 1160 musste sie wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Der Bau der neuen romanischen Kirche erfolgte von 1165 an unter Probst Gerhard II. In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1328 zerstörte ein Feuer einen Großteil der Kirche, lediglich Chor, nördliches Querhaus und Seitenschiff blieben verschont.

Nach der Wiederherstellung wurde das Kirchengebäude vor allem durch kriegerische Auseinandersetzungen in Mitleidenschaft gezogen, aber erst im Dreißigjährigen Krieg wurde es derart zerstört, dass ein Neubau unumgänglich wurde.

In den Jahren 1751 bis 1758 ließ Herzog Karl I (1735 bis 1780) von dem Architekten und Obristen Anton Ulrich von Blum und nach dessen Tode von Friedrich Grützmann die heutige Barockkirche erbauen.

Das Innere der Kirche wird durch korinthische Holzsäulen in ein längliches Mittelschiff mit halbkreisförmigen Enden und einen zweigeschössigen Umgang geteilt, der in der Mitte des Schiffes duch Risalite noch erweitert wird.

1756 erfolgte die Aufstellung des Kanzelaltars. Später errichtete man in der Achse des zweiten, inzwischen verblendeten Fensters von Westen her eine Mauer, die einen schmalen Raum von der Kirche abtrennt. Dieser Raum diente mit dem Turm und einem angrenzenden Fachwerkgebäude als Wohnung für eine Stiftsdame.

Das 1691 erbaute Wohnhaus der Äbtissin im Süden der Anlage ist durch einen mit Tonnengewölbe überdeckten Gang mit Konventsgebäuden und der Kirche verbunden.

1938 baute die Wohnungs AG der damaligen Reichswerke (heute Salzgitter AG) in die Stiftsgebäude 24 Großwohnungen ein. Weitere umfassende Modernisierungen wurden in den 60er Jahren durchgeführt

(Quelle: Kulturdenkmale in der Stadt Salzgitter, hrsg. v. Braunschweigische Landschaft e. V., www.braunschweigischelandschaft.de , 2001)





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