Sprungmenü

obere Global-Navigation



Schacht Konrad
Drucken

Schacht Konrad in Salzgitter

Das Klageverfahren der Stadt Salzgitter gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung und den Betrieb des Bergwerkes Konrad wurde im Februar 2008 mit dem - für die Stadt Salzgitter negativen - Beschluss des Bundesverfassungsgerichts rechtlich abgeschlossen.
Schacht Konrad. Großbildansicht

Auf der Basis dieses Genehmigungsbescheides (303.000 Kubikmeter) hat die Bundesregierung die Vorarbeiten zur Errichtung und zur Aufnahme des Betriebes des atomaren Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aufgenommen.

Einige Jahre später ist der Bundesregierung aufgefallen, dass rund die doppelte Menge (rund 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle) zur Disposition stehen. Konrad ist aber nur für 303.000 Kubikmeter genehmigt.

Die aus Berlin geplante Erweiterung des Schachts stößt auf Ablehnung in der gesamten Region, es wird zudem die generelle Eignung angezweifelt.

Die Bündnispartner stehen vor dem Plakat der Einwendungsaktion. Großbildansicht

Bereits am 28. Mai 2015 konnten rund 70.000 Unterschriften, die im Rahmen der vierwöchigen Einwendungsaktion "Konrad stoppen - statt erweitern" gesammelt wurden, in Berlin an das Bundesumweltministerium öffentlich übergeben werden. Ein Teilerfolg konnte daraufhin am 12. August 2015 verzeichnet werden: Die Bundesregierung hat mitgeteilt, dass eine Erweiterung von Konrad nun nicht mehr vorgesehen sei.

Im Dezember 2015 / Januar 2016 (Stand: 19. Januar 2016) haben mittlerweile 19 Gebietskörperschaften der Region einen gemeinsamen Appell beschlossen, um eine Neubewertung des Projektes "Schacht Konrad" nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik zu fordern. Diese Neubewertung kann aus wissenschaftlicher (und menschlicher) Sicht nur zum Ergebnis haben, dass Schacht Konrad als Lagerstätte nicht geeignet ist.

Insbesondere wird von der Bundesregierung gefordert:

  1. Den dauerhaften verbindlichen Ausschluss einer Erweiterung von Schacht Konrad.
  2. Die ganzheitliche Neubewertung von Schacht Konrad nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik einschließlich der über 25 Jahre alten Sicherheitsberechnungen- und -analysen.
  3. Die Berücksichtigung einer Option der Rückholbarkeit sämtlichen endzulagernden Atommülls, die bei Schacht Konrad nicht gegeben ist.
  4. Die Überarbeitung der Transportstudie Konrad zur realistischen und aktuellen Abschätzung von Transportrisiken einschließlich möglicher Auswirkungen von Transportunfällen.
Konrad-Demo. Großbildansicht

Am 19. Januar 2016 war die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks rund anderthalb Jahre vor der Bundestagswahl 2017 in Salzgitter, um über die Zukunft von Schacht Konrad mit Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren.

Eine ihrer zentralen Aussagen war, "dass es bei der Einlagerung von Atommüll für die Menschen keine absolute Sicherheit geben kann." Die derzeitige Bundesregierung aber meint, so Hendricks, dies (aus dem fernen Berlin) verantworten zu können.

Auf die Frage der Menschen, warum Schacht Konrad nicht in eine ergebnisoffene Standortsuche aufgenommen wird, konnte Hendricks nur ausweichend antworten. Die Hauptverwaltungsbeamten forderten, dass diejenigen Verantwortung übernehmen sollten, die diese Atommüll-Probleme zu verantworten hätten. Außerdem müsse die Rückholbarkeit diskutiert werden.

Kundgebung gegen Atommüll-Einlagerung in Schacht Konrad. Großbildansicht

Die zuständigen Bündnispartner (AG Schacht Konrad, IG Metall, Landvolk, Stadt Salzgitter) sind sich einig in ihrem Ziel, weiterhin auf verschiedensten Wegen juristisch, politisch und mit phantasievollen Aktionen gegen das Projekt Konrad zu agieren. 

Die Schachtanlage Konrad ist ein ehemaliges Eisenerzbergwerk, im südöstlichen Teil Niedersachsens bei Salzgitter-Bleckenstedt gelegen. Nach Abteufen der beiden Schächte in den Jahren 1957 bis 1962 wurde die vor etwa 150 Millionen Jahren gebildete Eisenerzlagerstätte bis zum Jahre 1976 in einer Tiefe zwischen 900 Meter und 1200 Meter abgebaut. Gefördert wurden rund 6,7 Millionen Tonnen Eisenerz. Die Grube erwies sich als außergewöhnlich trocken, da mehrere 100 Meter mächtige Ton- und Mergelsteine eine natürliche Barriere oberhalb der Erzlagerstätte bilden.




Bürgerinformationssystem

Einwendung der Stadt Salzgitter

AG Schacht Konrad

Nationales Entsorgungsprogramm

Einwendungsaktion

Bündnispartner sagen "Danke"


Logo: Salzgitter