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Ost- und Westsiedlung
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Soziale Stadt Salzgitter: Ost- und Westsiedlung

Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" in der Ost- und Westsiedlung läuft spätestens im Jahr 2021 aus. Hauseigentümer können noch Fördergelder für Sanierungsmaßnahmen beantragen. Die Baumaßnahme muss dann spätestens zum Ablauf des Städtebauförderprogrammes abgeschlossen sein.
In der Ost- und Westsiedlung gab es in den vergangenen 14 Jahren viele große bauliche Veränderungen, die mit Hilfe des Städtebauförderprogrammes "Soziale Stadt" umgesetzt werden konnten. (Foto: Stadt Salzgitter) Großbildansicht

Seit 2004 wird die Ost- und Westsiedlung durch das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" gefördert. Im Mittelpunkt steht die bauliche Erneuerung im Sanierungsgebiet, indem bauliche Missstände beseitigt, Häuser modernisiert und instandgesetzt werden. Beispiele dafür sind die Gemeinbedarfseinrichtungen "Quartierspark" an der Grundschule Am Ziesberg oder das "Haus der Begegnung und Bewegung" am Martin-Luther Platz. Ebenso dazu gehören auch der "NOW-Treff" und das "Quartiersmanagement". Weitere sichtbare bauliche Erfolge sind der "Roxy-Helco-Spielplatz" und der "Martin-Luther-Platz".

5,7 Millionen für das Sanierungsgebiet

Darüber hinaus wurden in den vergangenen 14 Jahren Straßen, Plätze und Wege neu hergerichtet und funktionslose Gebäude abgerissen. Mit diesen baulichen Verbesserungen hat sich auch die Arbeits- und Wohnqualität erhöht. Ein weiterer positiver Effekt: Höhere bzw. stabile Verkaufs- und Vermietungspreise konnten erzielt werden. Darüber hinaus haben sich das Stadtbild und die Atmosphäre verbessert: Hatte die Ost- und Westsiedlung früher ein negatives Image, entwickelte sich das Quartier in den vergangenen Jahren zum beliebten Wohnquartier für Jung und Alt.

Rund 5,7 Millionen Euro sind seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" in das Sanierungsgebiet geflossen. Zwei Drittel werden vom Land und Bund bereitgestellt; ein Drittel hat die Stadt Salzgitter übernommen. Damit hat dieses Programm viel Positives in der Ost- und Westsiedlung und auch für Salzgitter erreicht.

Da das Städtebauförderprogramm voraussichtlich spätestens Ende 2021 ausläuft und damit die letzte Phase begonnen hat, haben alle Eigentümerinnen/er jetzt noch Gelegenheit, Zuschüsse zu beantragen und mit den Sanierungsmaßnahmen zu beginnen. Wer beispielsweise das Dach oder die Fassade seines Hauses instand setzen lassen, Außenanlagen oder Nebengebäude verbessern möchte, kann sich an das Referat Stadtumbau und Soziale Stadt der Stadt Salzgitter (Mail: stadtumbaustadt.salzgitterde) wenden.

Informationen für Eigentümer

Fördervoraussetzungen: das Grundstück muss innerhalb des Sanierungsgebietes liegen, das Grundstück/Gebäude weist städtebauliche Missstände/Mängel auf; mit der Maßnahme wurde noch nicht begonnen und die Finanzierung der Maßnahme kann nicht durch eigene Mittel und/oder andere Fremd- beziehungsweise Fördermittel (Zuschüsse oder Kredite von der KfW-Bank) gefördert oder finanziert werden.

Allgemeine Informationen gibt es auch im Quartiersmanagement (Soziale Stadt) in der Ost- und Westsiedlung, Martin-Luther-Platz 4, 38259 Salzgitter, stadtbueroostundwestsiedlungde; Sprechzeiten: Dienstag von 8 bis 11 und 14 bis 17 Uhr; Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Donnerstag von 8 bis 14 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten ist das Quartiersmanagement telefonisch unter der Nummer 05341/5519851 erreichbar.

Der Roxy-Helco-Spielplatz ist beliebt. Großbildansicht

Arbeitersiedlung mit städtebaulichem Charme 

Die Ost- und Westsiedlung ist als Wohnsiedlung für Industriearbeiter in den 1930er und 40er Jahren in Anlehnung an Prinzipien der Garten- Stadt entstanden. Kleinteilige Bebauungen mit großen Grünanteilen prägen das Erscheinungsbild und formen ein attraktives Wohnumfeld. Damit hat die Arbeitersiedlung einen besonderen städtebaulichen Charme.

Die Bautätigkeit war mit Arrondierungen in den 1950er Jahren abgeschlossen. Insgesamt wurde Wohnraum für mehr als 6.000 Bewohner geschaffen. Die Infrastrukturausstattung bietet alles Notwendige, von Kindergärten über Schulen bis zu Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten.

Das Wohnungsangebot entspricht aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen: die Wohnungsgröße und auch der bauliche Zustand sind die größten Entwicklungspotentiale. Der Einwohnerverlust ist mit über einem Fünftel in den letzten zehn Jahren bemerkenswert. Gleichzeitig sind die Zahl der Transferleistungsempfänger sowie der Ausländeranteil größer geworden. Neben städtebaulichen bestehen somit insbesondere auch soziale sowie kulturelle Defizite. 

Start des Projektes Soziale Stadt

Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Salzgitter dazu entschlossen, einen integrierten und langfristig angelegten Stadterneuerungsprozess für das Wohnquartier Ost- und Westsiedlung im Rahmen des Bund-Länder-Programmes "Die Soziale Stadt" umzusetzen. Anfang 2005 erfolgte mit der Einrichtung des Quartiersmanagements Ost- und Westsiedlung der offizielle Start der Sanierungsmaßnahme "Soziale Stadt Salzgitter-Bad/ Ost- und Westsiedlung".

Viele bauliche und soziale Maßnahmen

Ziel des Programms ist die bauliche Erneuerung. Erste bauliche Maßnahmen fanden vor allem im öffentlichen Raum statt. In Kooperation mit Akteuren, Eigentümern und den Wohnungsgesellschaften wurden Erneuerungsmaßnahmen umgesetzt. Daneben wurden einige soziale Projekte zur Förderung der Integration und des Images durchgeführt. Ein wichtiger Kooperationspartner ist hier das "Netz Ost-West" (NOW), ein Zusammenschluss vor Ort tätiger Kirchengemeinden und Einrichtungen.





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