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Ehrungen
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Stadt Salzgitter zeichnet verdiente Persönlichkeiten aus

Einstimmig hat der Rat in seiner Sitzung am 15. März entschieden, 14 Personen für besondere Verdienste um die Stadt Salzgitter auszuzeichnen. Diese erhalten Ehrenbürgerrechte oder Medaillen.

Mit den Auszeichnungen ist eine hohe Wertschätzung und Würdigung der Persönlichkeiten und Unternehmen, die sich für herausragende Leistungen im Sinne des Gemeinwesens engagiert haben, verbunden.

Der Zweck von Ehrungen besteht vor allem in der Belohnung und Anerkennung der auszuzeichnenden Personen und Unternehmen. Da die Gemeinden in vielfältiger Weise auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, sind Ehrungen ein probates Mittel, dieses Engagement zu fördern. Besondere Rechte und Pflichten begründet die Verleihung nicht.

Die Ehrenverleihungen sollen durch Aushändigung der Urkunden und Stadtmedaillen im Rahmen eines feierlichen Stadtempfanges erfolgen.

Im Einzelnen wurden ausgezeichnet:

Ehrenbürgerrecht:

Ehrenratsfrau Erika Bolm hat in ihrer 20jähigen Zugehörigkeit im Rat der Stadt Salzgitter die Geschicke und Entwicklung der Stadt Salzgitter entscheidend mitbeeinflusst. Als ehrenamtliche Bürgermeisterin und langjährige Vorsitzende des Sozial- und Integrationsausschusses hat sie stets die Stadt Salzgitter bereichert. Darüber hinaus hat sie sich jahrzehntelang ehrenamtlich im Reichbund Salzgitter als stellvertretende Kreisvorsitzende bzw. Vorsitzende des Ortsverbandes Salzgitter-Lebenstedt engagiert. Ferner war sie als stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe in Salzgitter und als stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauenverbände aktiv. Sie hat mit ihrem ehrenamtlichen Wirken das Ansehen der Stadt Salzgitter gemehrt und unser kommunales Wesen mitgestaltet.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann ist seit 1997 ordentliches Mitglied des Konzernvorstandes und seit 2011 Vorsitzender des Vorstandes der Salzgitter AG. In den Jahren 2001 bis 2011 war Herr Prof. Heinz Jörg Fuhrmann Finanzvorstand und ab 2007 stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes sowie außerdem für den neu formierten Unternehmensbereich Technologie zuständig. Interimistisch und zusätzlich führte er 2013 den Unternehmensbereich Stahl. Stadt und Konzern pflegen über lange Jahre eine vorbildliche Zusammenarbeit. Er war maßgeblich an der strategischen Neuaufstellung der Salzgitter AG, insbesondere durch den Kauf der Mannesmann Röhrenwerke AG, beteiligt und hat die Salzgitter AG in extrem schwierigen Zeiten (z.B. nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der durch Billigimporte aus China ausgelösten Stahlkrise 2016/2017) gemeinsam mit dem Vorstand und den Betriebsräten durch nachhaltig wirkende Optimierungsprogramme zukunftsfähig aufgestellt. Damit hat er nachhaltig zur Sicherung des Industriestandortes Salzgitter beigetragen. Standort und Konzernsitz waren in diesem Zeitraum unumstritten. Auch als Lehrbeauftragter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, hier wurde er 2008 zum Honorarprofessor bestellt, und als Mitglied im Senat und anschließend als Senatsvorsitzender der Fraunhofer-Gesellschaft hat er in Salzgitter für den wissenschaftlichen Nachwuchs gewirkt. Sein Name ist daher seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Stadt Salzgitter verbunden.

Hildegard Schooß ist Gründerin des Mütterzentrums in Salzgitter, das erste Mehrgenerationshaus Deutschlands, das 1981 gegründet wurde. Beginnend in einem Wohnzimmer als Treffpunkt, mit der Vision, dass sich Jung und Alt aus Salzgitter ungezwungen begegnen und gegenseitig unterstützen, ist hieraus mittlerweile ein 2500 Quadratmeter großer Gebäudekomplex geworden. Frau Hildegard Schooß ist die "geistige Mutter der Mehrgenerationshäuser", von denen es bundesweit mittlerweile mehr als 500 gibt. Dank ihres Engagements wird in Salzgitter seit langer Zeit eine zukunftsweisende Mischung von Selbsthilfe, Bürgerengagement und professioneller Kompetenz gelebt. Ihre persönlichen Wertevorstellungen haben maßgeblich dazu beigetragen, zahllosen Menschen in unserem Gemeinwesen Hilfestellungen zu geben. Sie hat mit ihrem Handeln die Gesellschaft noch menschlicher gemacht, als sie ohnehin war.

 

Stadtmedaille:

Thomas Ohlendorf ist langjährig als 1. Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Salzgitter engagiert. Der BUND ist ein Umwelt- und Naturschutzverband, der sich in Salzgitter seit über 30 Jahren für eine nachhaltige Entwicklung auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene engagiert. Er zählt zu den größten Umweltverbänden Deutschlands. In Salzgitter gibt es seit 25 Jahren eine aktive BUND-Kreisgruppe. Gegenüber Politik und Verwaltung engagiert sich der BUND für eine konsequente ökologische Politik. Herr Thomas Ohlendorf ist in all den Jahren für den BUND ein überaus kompetenter und über das normale Maß hinaus engagierter Ansprechpartner, der als berufenes sachverständiges Mitglied auch die Fachausschüsse des Rates bereichert. Er hat sich mit Herzblut für die Belange des Gemeinwesens eingesetzt.

Wolfgang Pozzato hat sich ehrenamtlich seit über 35 Jahren als Vorsitzender für die Kleinkunstbühne engagiert. Die Kleinkunstbühne Salzgitter-Bad e.V. führt seit 1981 in einer ehemaligen Kirche, der Kniestedter Kirche, Veranstaltungen verschiedenster Art durch. Mit Herzblut organisiert Herr Wolfgang Pozatto in dieser bemerkenswerten Location Veranstaltungen, die überregional Beachtung finden. Darüber hinaus hat er auch den Vorsitz im Stadtkulturbund der Stadt Salzgitter inne, ist seit 2008 Vorsitzender der Dr.-Klaus-Schmidt-Stiftung und seit über 20 Jahren Mitglied im Bildungs- und Kulturausschuss der Stadt Salzgitter. Wolfgang Pozzato ist mit seinem beispielhaften Engagement maßgeblich daran beteiligt, die Stadt Salzgitter kulturell zu einer vielfältigen, lebendigen und lebenswerten Stadt zu machen, und hat sich im besonderen Maße für das Gemeinwesen eingesetzt.

Kevin Small ist als Mitglied der Labour Partei gewählter Ratsherr in Salzgitters Partnerstadt Swindon. Seit über zwei Jahrzehnten ist er langjähriges, führendes Mitglied im Swindoner Stadtrat. Allerdings ist er nicht nur in seiner Heimatstadt eine anerkannte Person. Kevin Small ist - neben einigen anderen Mitgliedschaften in politischen Ausschüssen in Swindon - "Chairman", Vorsitzender, des dortigen Town Twinning Network - des Partnerstadt-Ausschusses. Dieser Ausschuss versteht sich als koordinierende Stelle, um Einzelnen oder Gruppen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie und in welcher Form die bestehenden Städtepartnerschaften gepflegt und gefördert werden können. Der legendäre Reg Clarke betrachtete Kevin Small als einer seiner "Ziehsöhne". Er ist mittlerweile der "Motor", die "Lokomotive" der britisch-deutschen Achse Swindon-Salzgitter.

Rosemarie Streich ist Mitgründerin des Umweltschutzforums Schacht-Konrad Salzgitter e.V.. Die mittlerweile in Rente befindliche Lehrerin hat sich seit Beginn der Anti-Atom-Bewegung als "furchtlose Dame" gegen die Endlagerung von Atommüll in unserer Stadt engagiert. Ihr Engagement schlägt auch einen Bogen zum kirchlichen Bereich. Über Jahrzehnte ist sie im Kirchenvorstand und in der Probsteisynode aktiv. Seit 1987 finden zweimal jährlich, einmal am Palmsonntag vor Ostern und einmal im Herbst ökumenische Buß-, Dank- und Bittgottesdienste am Stein "Schacht KONRAD Bleckenstedt - Ende der Atommüllstraßen" statt. Sie hat sich mit Herzblut für die Belange des Gemeinwesens eingesetzt.

Elke Zacharias (ist kurz nach der Ratsentscheidung verstorben) arbeitete als Historikerin seit 1990 hauptamtlich beim Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. und übernahm 1994 die Leitung der Gedenkstätte KZ Drütte. Darüber hinaus war sie auch Mitglied im Sprecherrat der Interessengemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten und Initiativen. Seit 2005 war sie stellvertretende Vorsitzende im Stiftungsbeirat und Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten. Der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einer Instanz bezüglich der Geschichte Salzgitters und darüber hinaus entwickelt. Wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit ist neben den vielfältigen Bildungs- und Veranstaltungsangebiten, der Kontakt zu ehemaligen KZ-Häftlingen, Zwangsarbeitern und Displaced Persons sowie deren Angehörigen. Eine außerordentliche Leistung, die Elke Zacharias in dem ihr möglichen Wirkungsbereich für die Allgemeinheit der Stadt Salzgitter erbracht hat. Ihr Engagement ist nicht mehr wegzudenken.

 

Verdiente Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Andreas Blechner hat über 24 Jahre lang als Betriebsratsvorsitzender von Volkswagen in Salzgitter das kollegiale und solidarische Miteinander unterstützt. Darüber hinaus ist er seit 42 Jahren bei der IG Metall und 40 Jahre als Vertrauensmann der IG Metall engagiert. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das VW Motorenwerk in Salzgitter immer eine strategische Rolle im VW Gesamtkonzern eingenommen und sich besonders durch Forschungs- und Entwicklungsarbeit ausgezeichnet hat. Die dauerhafte Auslastung unseres VW Werkes war ihm dabei immer besonders wichtig und er war dafür bereit, zu kämpfen und auch kreative Wege zu gehen. Zudem hat er den Prozess mitbegleitet, die Weichen für die Elektromobilität zu stellen. Herr Andreas Blechner hat die Verantwortung, die einem Betriebsratsvorsitzenden auch in unternehmerischer Hinsicht trifft, angenommen und erfolgreich für den Standort umgesetzt. Er weist ein langjähriges herausragendes Engagement bei der Durchsetzung der Beteiligungen der Beschäftigten an Betriebsentscheidungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit, Aufgabenerfüllung und Weiterentwicklung des Betriebes nach.

Holger Danke ist langjähriger Betriebsratsvorsitzender der HELIOS Klinikum Salzgitter GmbH. Er hat die Zusammenlegung der Betriebsstätten Salzgitter-Bad und Salzgitter-Lebenstedt und den Verkauf des Krankenhauses an Rhön zum 01.01.2005 und Eigentümerwechsel auf HELIOS zum 01.01.2014 maßgeblich begleitet. Dabei kam es mehrfach zu harten Auseinandersetzungen in der Sache und vielfältigen Vereinbarungen zur Sicherung der Interessen der Belegschaft, für die er sich unermüdlich eingesetzt hat. Durch seinen vorbildlichen und intensiven Einsatz hat er sich stets für die Belange der Belegschaft engagiert. Dieses Engagement führte zu einer hohen Wertschätzung seiner herausragenden Leistung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und gleichzeitig für das Gemeinwesen. Herr Holger Danke war auch ein Jahrzehnt im Aufsichtsrat des Klinikums.

Horst Gustav Ludewig war bis März 2012 der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Salzgitter-Peine. Er hat die Arbeitskämpfe, die zur Sicherung der Standorte der Werke von Alstom, MAN und Bosch in Salzgitter in den letzten Jahrzehnten geführt werden mussten, maßgeblich an vorderster "Front" mit den Betriebsräten und der Belegschaft mitgestaltet. Die Standortsicherungsverträge, die mit den Arbeitgebern abgeschlossen werden konnten, tragen im wesentlichen seine Handschrift. Sein in den Verhandlungen bis in die persönliche Belastungsgrenze gehendes Engagement verdient höchste Anerkennung. Darüber hinaus ist er auch langjähriges Mitglied im Arbeitskreis der Stadtgeschichte Salzgitter e.V.. Mit seinem herausragendem Engagement hat er sich stets für die Belange seiner Mitmenschen in der Gemeinschaft eingesetzt. Durch seine Tatkraft hat er wertvolle Impulse für das gesellschaftliche Miteinander gesetzt und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Salzgitter maßgeblich beigetragen.

 

Verdiente Unternehmerinnen und Unternehmer:       

Die Firma Lindhofer Elektrotechnik GmbH & Co. KG wurde am 01.10.1977 als Elektrofachbetrieb von Herbert Lindhofer gegründet. Sie ist ein Meisterbetrieb mit spezialisiertem Fachpersonal in den Bereichen der Elektroinstallation, Kommunikations- und Sicherheitstechnik. Seit der Gründung ist sie ihrer Maßgabe treu geblieben, den Kunden/innen neben präzise ausgeführter Wertarbeit eine eingehende fachliche Beratung zu bieten. Insbesondere ist das langjährige Engagement in der Innung und als Kreishandwerksmeister zu betonen. Das Unternehmen hat sich als Familienunternehmen, Übergabe zum 01.01.2008 von Herrn Herbert Lindhofer an den Sohn Herrn Michael Lindhofer, in Salzgitter etabliert und ist nicht mehr wegzudenken. Das Unternehmen ist geprägt von der Philosophie des wertschätzenden Umgangs miteinander.

Die Firma Möhlenhoff GmbH befindet sich seit der Firmengründung im Jahr 1951 mit dem Standort in Salzgitter-Salder. Durch den Neubau von Fertighallen und Modernisierung von bestehenden Bürogebäuden hat die Firma Möhlenhoff GmbH die Produktionsstätte in Salzgitter langfristig gestärkt und gesichert. Sie zählt zu den weltweit innovativsten Herstellern von wegweisenden Produkten und Sytemen für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Ausgehend von dem Unternehmenssitz in Salzgitter ist die Firma weltweit in über 60 Ländern tätig und global aktiv. Für diese Standorttreue zu Salzgitter-Salder trotz schwieriger Lage und Erweiterungen, ist die Stadt Salzgitter besonders dankbar. Die Unternehmensphilosophie ist geprägt durch einen fairen und ehrlichen Umgang mit Geschäftspartnern/-innen und Mitarbeitern/-innen, gesellschaftliches Engagement und die Übernahme unternehmerischer Verantwortung. Das gesellschaftliche Engagement reicht von der Einbringung ins Ortsleben bis hin zu der Restaurierung des Bahnhofes und des Aufstellens einer Lok.

Die Firma Wiese Maschienbau wurde 1904 erstmalig von Max Wiese in Breslau gegründet. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges fand die Familie Wiese in Salzgitter wieder zusammen. 1948 ermöglichte der Sohn, Bernhard Wiese, den Neubeginn der Firma in Salzgitter-Gebhardshagen. Seit 2005 wird das traditionsreiche Familienunternehmen durch Dip.-Ing. (FH) Rudolf Wiese jun. geführt und somit in der 4. Generation. Als traditionsreiches Maschinenbau-Unternehmen steht Wiese für Individualität und Qualität. Seit über 100 Jahren zählt sie insbesondere in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie als zuverlässiger und innovativer Partner zur Lösung mechanischer Fertigungsaufgaben auf technisch höchstem Niveau. Als Produktions- und Dienstleistungsspektrum wird von der klassichen Metallverarbeitung bis hin zum kundenspezifischen Sondermaschinenbau aus einer Hand angeboten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Firma Wiese Maschinenbau ein fairer Arbeitgeber war und ist und seit längerem mit Festverträgen zur Personalgewinnung und Personalbindung beiträgt.  

Donnerstag, 15.03.2018


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