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Hünkar Savas
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Mit Musik Fluchtgeschichten erzählen

Auf eine außergewöhnliche Reise aus Musik und Bildern will der Musiker Hünkar Savas am 28. September, um 19 Uhr, in der Stadtbibliothek in Lebenstedt seine Zuschauerinnen und Zuschauer entführen.
Hünkar Savas Foto: Eigentum des Künstlers Großbildansicht

Das Referat für Integration der Stadt Salzgitter und der Bürgerservice für Migranten (BSfM) haben den Künstler eingeladen im Rahmen der "Interkulturellen Woche", die von Samstag, 22. bis Samstag, 29. September in Salzgitter an verschiedenen Orten stattfindet, aufzutreten. Das Referat und der Bürgerservice sind damit zwei von vielen Veranstalter/innen, die für diese Woche besondere Programmpunkte gesetzt haben.

Hünkar Savas will sein Publikum an diesem Abend einmal weg von der überall präsenten Bilderflut von flüchtenden Menschen entführen, ohne dabei deren Schicksal verdrängen zu wollen. Stattdessen hat er eine Auswahl von bewusst ausgewählten Bildern zusammengestellt, die vom Leben auf der Flucht erzählen. Er unterstreicht diese Fotos musikalisch mit der "Bağlama", der anatolischen Langhalslaute, die das kollektive Gedächtnis der Region zwischen den Flüssen Tigris und Euphrat abbildet. Mit diesem Instrument wird er auf der Bühne frei improvisieren - immer inspiriert von den im Hintergrund gezeigten Bildern.

Biographie des Künstlers:

Hünkar Savaş kam 1985 in der ostanatolischen Stadt Diyarbakır auf die Welt. Diese Stadt am Tigrisufer vereint seit Jahrhunderten Geschichten, Gerüche und Klänge vielfältiger Kulturen und Religionen. Als Hünkar Savaş mit neun Jahren mit Mutter und Bruder diese Stadt verließ, trug er eben diese Wurzeln in die westliche Stadt Izmir hinein und begann im Jahr 1995 seine Bağlama-Ausbildung unter der Leitung von Ahmet Çınardalı.

Fünf Jahre später fand er in Deutschland mit seiner Familie Zuflucht vor politischen Repressalien. Zwischen 2001 und 2017 lehrte er in verschiedenen gemeinnützigen Einrichtungen und Kulturzentren der Alevitischen Gemeinde die Langshalslaute Bağlama.

Den vielfältigen Einsatz dieses Instruments stellte er neben zahlreichen Konzertbeiträgen als Bandmitglied der "Ethno Roots"- Experimental Musik unter Beweis. Daneben unterstützte er das interkulturelle Multitimbral Musik Projekt.
Um die reiche Kultur seiner Heimatregion für die nächsten Generationen aufzubereiten, leistete er seinen Beitrag in Form von Feldaufnahmen in der Türkei, die verschriftlicht und archiviert werden.

Dienstag, 18.09.2018




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