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Extremismusprävention
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Salzgitter hat ein Netzwerk "Extremismusprävention"

Radikalisierung ist ein gesellschaftliches Problem in Deutschland. Ein Beispiel sind die 83 Menschen, die aus Niedersachsen nach Syrien und in den Irak ausgereist sind, um dort für den sogenannten Islamischen Staat zu kämpfen.
Die Erste Stadträtin Christa Frenzel (stehend rechts) und der Leitende Kriminaldirektor Volker Warnecke (stehend links; Leiter der Polizeiinspektion Salzgitter) im Interview mit Moderator Andreas Reichelt (stehend Mitte; stellvertretender Fachdienstleiter Bildung der Stadt Salzgitter) Großbildansicht

Gute Präventionsarbeit kann nur gelingen, wenn alle Partner in einem Netzwerk miteinander kommunizieren. Basierend auf dieser Überzeugung entstand die Idee eines lokalen Netzwerkes zur Extremismusprävention in Salzgitter. Erste Partner waren die Polizeiinspektion Salzgitter, die Stadt Salzgitter und der Präventionsrat gegen Gewalt und Kriminalität in Salzgitter.

Nach ersten Vorgesprächen fand am Freitag, 19. Oktober, in der Berufsbildende Schule in Fredenberg die Gründung des Netzwerkes "Extremismus Prävention Salzgitter" statt. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem von der Landesschulbehörde, dem AWO-Kreisverband, dem Jobcenter, den örtlichen Schulen, dem SOS Mütterzentrum und der TAG Wohnen nahmen teil.

Die Verantwortlichen betonten, dass Salzgitter in Hinsicht auf Extremismus kein Brennpunkt sei, aber ein gemeinsames präventives Handeln wichtig sei.

Die Erste Stadträtin Christa Frenzel führte in ihrer Begrüßung aus: "Salzgitter ist eine weltoffene Stadt und hat eine bunte Stadtgesellschaft. Respekt und Toleranz sind bei uns gelebte Werte. Leider gibt es auch bei uns Kräfte, die unsere demokratischen Werte nicht akzeptieren. Hier sind wir alle gefordert aktiv zu handeln und dagegen vorzugehen!"

Michael Pientka, der Polizeipräsident der Region Braunschweig, ergänzte: "Radikalisierung ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Diesen kann man mit wirksamen Netzwerken aufhalten. Hierbei spielen kommunale Netzwerke eine besondere Rolle."

Lisa Gellert referiert zum Thema Salafismus Großbildansicht

In einem Einführungsvortrag erläuterte Lisa Gellert vom Verfassungsschutz Niedersachsen die Grundkenntnisse zum Thema Salafismus. Daran anschließend stellte Heike Ehlers die "Kompetenzstelle Extremismusprävention Niedersachsen" (kurz: KIP NI) vor. Eine weitere Anlaufstelle auf Landesebene ist die "Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung" (kurz: beRATen e.V.).

In Salzgitter ist seitens der Polizeiinspektion ein Präventionsteam aktiv. Claudia Kramer und Fikret Abaci nutzen die Veranstaltung, um die aktive Präventionsarbeit an örtlichen Schulen zu erläutern.

In Zukunft wird es regelmäßig Netzwerktreffen geben, bei denen alle Beteiligten sich austauschen und somit eine deutlich effektivere Extremismusprävention ermöglicht wird.

Donnerstag, 25.10.2018


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